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PIRATEN kritisieren Qualität der Schnelltests an Schulen

PIRATEN kritisieren Qualität der Schnelltests an Schulen

+++ Mitten in der Omikron-Welle kauft Ministerin Gebauer günstigere Schnelltests ein +++ Neue Tests nachweislich weniger sensibel +++ Mangelnder Schutz, schlechte Tests und alternativlose Beibehaltung der Präsenzpflicht führen zur Durchseuchung unserer Kinder +++

Das nordrhein-westfälische Schulministerium teilt laut der Rheinischen Post einen Wechsel der vom Land beschafften Schnelltests mit. Statt Tests des deutschen Herstellers Siemens werden ab Mitte Januar Produkte eines chinesischen Herstellers eingesetzt. Diese sind laut einer vergleichenden Studie des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) deutlich weniger sensibel als die bisher eingesetzten Siemens-Schnelltests.

Der neue Schnelltest für die Schulen in NRW (Wantai Sars-CoV-2 Antigen Kolloidales Gold), hat eine Sensitivität von 50%. Bei einem CT-Wert zwischen 25-30, was für eine mittlere Viruslast steht, findet der Test gerade mal 25% der Infizierten. Der Vorgänger von Siemens hatte in diesem Bereich gemäß des PEI-Vergleichs eine Sensitivität von 87%.

Oliver Ding, Pflegefachmann und Listenkandidat der PIRATEN NRW zur Landtagswahl, kritisiert:

„Während bereits vor Schulstart die Fallzahlen in NRW explodieren, wechselt das Schulministerium für die weiterführenden Schulen auf einen zur Früherkennung von Infektionen unzuverlässigen Schnelltest. Quasi zeitgleich weist eine aktuelle Studie nach, dass speziell Omikron von vielen Schnelltests erst spät erkannt wird. Somit mag der Produktwechsel kurzfristig Kosten sparen, durch die noch spätere Erkennung von Ansteckungen aber für deutlich mehr Ansteckungen im Schulkontext sorgen. Das macht die erkenntnisresistente Beibehaltung der Präsenzpflicht umso kritischer. Die Landesregierung tritt die Gesundheit der Lehrkräfte und Schüler:innen weiter mit Füßen.“

Mangelnder Schutz, schlechte Tests und die alternativlose Beibehaltung der Präsenzpflicht führen zur Durchseuchung unserer Kinder.